Determinanten für Investment Grade Ratings in Schwellenländern
Eine aktuelle Research-Publikation des International Monetary Fund (IMF) analysiert die Determinanten für ein Investment Grade Rating in Schwellenländern. Gemäß dieser Untersuchung kann der Investment-Grade-Status durch die Beeinflussung weniger Variablen erreicht werden, auf die sich die Regierungen konzentrieren sollten. Die Erlangung des Investment Grade Ratings ist für Emittenten (sowohl Staaten als auch Unternehmen) aufgrund der potentiellen Erweiterung des Investorenkreises und der geringeren Kosten erstrebenswert.
Die Ergebnisse der Publikation können umgekehrt von Investoren zur Bewertung ihrer Exposures in Schwellenländer-Anleihen verwendet werden.
Quelle: IMF
Für die Analyse wurde ein Random Effects Binomial Logit Model auf einer Stichprobe von 48 Schwellenländern zwischen 1993 und 2008 verwendet. Demnach sind die wichtigsten Determinanten der Ratings von Standard and Poor's, Moody's und Fitch die inländischen und ausländischen Schulden öffentlicher Einrichtungen, Exporte und mittlere Geldmenge als Quotineten des Bruttoinlandsproduktes sowie politische Risiken. Größten Einfluss haben die Schulden, insbesondere die Auslandsschulden. Daher sollten sich Schwellenländer mit dem Ziel einer Rating-Heraufstufung auf diesen Faktor konzentrieren.
Quelle: IMF