22.03.2010 | Studie

Deloitte untersucht Private-Equity-Stimmung in Deutschland

Die Stimmung der Private-Equity-Branche in Deutschland, Österreich und der Schweiz steigt erstmals seit 2007 wieder. Dies berichtet die quartalsweise erscheinende "Private Equity Survey" von Deloitte. Aufgrund der restriktiven Kreditvergabe der Banken und der Unsicherheit über die gesamtwirtschaftliche Entwicklung lag das berechnete Stimmungsbarometer die ersten drei Quartale 2009 noch sehr tief. Im vierten Quartal stieg es jedoch um 23% an. Größten Einfluss hatte die nun deutlich positivere Einschätzung der gesamtwirtschaftlichen Situation.


Quelle: Deloitte

Als schwierig wird die Kapitalbeschaffung angesehen. Banken vergäben Kredite nur noch in Konsortien und mit hohem Abstimmungsaufwand, gleichzeitig seien bis zu 50% Eigenkapital erforderlich. Um das Eigenkapital würde zudem ein intensiver Wettbewerb bestehen, weshalb 72% der Studienteilnehmer die Lancierung neuer Fonds als schwieriger ansehen, als vor der Finanzkrise. 55% gehen hingegen von einer steigenden Aktivität bei Unternehmensverkäufen aus, da in 2009 ein regelrechter Exit-Stau stattgefunden habe. Die Mehrheit schätzt aufgrund des noch dürftigen IPO-Marktes die Verkaufschancen über den M&A-Markt höher ein.


Quelle: Deloitte

Neben der allgemeinen Stimmungslage ist das Thema Healthcare Schwerpunkt der aktuellen Studie. Dieser Sektor sei aufgrund der demografischen und medizinischen Entwicklung bei vielen Investoren gefragt. Dies zeigt sich auch in den Studienergebnissen. 53% der Befragten gaben an, dass die Finanzkrise keine Auswirkungen auf diesen Sektor gehabt habe. Desweiteren gaben 56% an, in diesem Sektor investiert zu sein, 40% planen ein Investment.

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