Dach-Hedgefonds müssen sich neu erfinden
Um nicht in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden, müssen Dach-Hedgefonds ihr Geschäftsmodell gründlich überarbeiten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von SEI Investments, die Anfang Dezember publiziert wurde. Trotz zunehmender Institutionalisierung alternativer Strategien haben bereits mehrere Studien den rückläufigen Marktanteil des Segments dokumentiert. Zwar liegen die Vorteile einer übergeordneten Managementebene in Hedgefonds-Investments auf der Hand, dennoch sind Performance- und Gebührenstruktur in der Vergangenheit nicht angemessen gewesen, sodass Investoren ein direktes Exposure vorzogen.
Quelle: SEI Investments
Die Zukunft des Sektors könnte daher in stärkerer Spezialisierung liegen. Langfristig könnten Dach-Hedgefonds ihr Know-how am besten in Nischenmärkten umsetzen oder enger mit einzelnen Investorengruppen zusammenarbeiten, heißt es in der Studie. Ein Großteil der befragten Manager, Investoren und Berater geben an, dass stärker auf die individuellen Bedürfnisse einzelner Investoren angepasste Investmentansätze zur Attraktivität des Sektors beitragen würden. Zudem bemängeln viele Befragte die niedrige Transparenz und Liquidität von Dach-Hedgefonds-Investments.
Quelle: SEI Investments
Gleichzeitig empfiehlt die Studie eine innovativere Gebührenstruktur mit größerer Flexibilität. Zwei Drittel der befragten Investoren befinden die derzeitigen Gebühren der Performance als nicht angemessen. Die Studie schlägt beispielsweise eine strategieabhängige Gebührenstruktur vor, in der mit der Komplexität der Strategie die Entlohnung des Managements steigt. Alternativ könnte ein "à la carte"-Ansatz die Gebühren stärker dem Mandat anpassen.