21.01.2016 | Märkte

Credit Suisse: Von der Globalisierung zur Multipolarität

Die Credit Suisse hat den derzeitigen Stand der Globalisierung sowie wichtige Einflussfaktoren untersucht und in einer Szenarioanalyse die künftige Entwicklung beschrieben. Generell stellen die Autoren der Analyse „The End of Globalization or a more Multipolar World“ fest, dass die Welt sich von einem Weg der Globalisierung hin zu einer multipolaren Ordnung bewegt, bei der keine vollständige Interdependenz und Integration der Volkswirtschaften stattfindet, sondern sich verschiedene regionale Zentren bilden. Dies betrifft insbesondere die Handelsbewegungen, die sich zunehmend regionaler entwickeln. Anders sieht dies hingegen an den Finanzmärkten aus, die hochglobalisiert und weniger multipolar aufgestellt sind, mit den USA als Zentrum der internationalen Finanzgeschäfte. Zwar vertreiben Unternehmen sehr wohl grenzüberschreitend ihre Produkte, zeigen bei internationalen Investitionen jedoch eine gewisse Zurückhaltung. Die Autoren der Studie zeigen drei Szenarien, die die mögliche Entwicklung der internationalen Verflechtungen beschreiben.


Quelle: Credit Suisse

Das erste Szenario umfasst die Fortsetzung des Trends der Globalisierung, der seit 30 Jahren andauert. Dies bedeutet die Dominanz des US-Dollars und westlicher multinationaler Konzerne auf den Weltmärkten sowie die westliche Struktur des internationalen Rechts und der Institutionen. Im wirtschaftlichen Umfeld schlägt sich dies in einer niedrigen Volatilität bei steigenden Handelsvolumina und einer Öffnung der Gesellschaften weltweit nieder. Das zweite Szenario fußt auf dem Aufstieg Asiens und der Stabilisierung der Eurozone, so dass das Weltgeschehen von drei Kraftzentren dominiert wird. In der Konsequenz bedeutet dies den Aufstieg regionaler Unternehmens-Champions und Finanzzentren, aber auch die Zunahme „gelenkter“ Demokratien. Die Risiken der vergangenen Jahre, sei es Terrorismus oder die Finanzkrise, haben eher zu einer verstärkten Kooperation der Staaten geführt. Dennoch zeigen die Autoren im dritten Szenario das Ende der Globalisierung auf: ein niedrigeres Trendwachstum der Weltwirtschaft, die Zunahme makroökonomischer Schocks, einen Anstieg protektionistischer Maßnahmen und Währungskriege sowie militärischer Auseinandersetzungen.

Absolut Research unterstützt institutionelle Investoren bei der Selektion von Asset Managern jeden Monat mit der Publikation Absolut|ranking. Insgesamt analysieren die Absolut|rankings mehr als 12.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 25 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 100 Universen.

Abonnenten von Absolut Research können weiterführende Informationen hier herunterladen:
Mehr zum Thema "Globalisierung"
zurück