Core-Immobilienstrategien gewinnen an Relevanz
Der europäische Immobilienmarkt wird auch 2017 für Investoren attraktiv bleiben und Deutschland weiterhin als sicherer Hafen gelten. Zu diesem Ergebnis kommt LaSalle in einer im Dezember 2016 veröffentlichten umfangreichen Analyse.
Die Autoren gehen davon aus, dass in diesem Jahr die Nachfrage nach Büros in Städten, die u.a. durch Urbanisierung und technologischen Fortschritt gekennzeichnet sind, steigen wird. Core-Investments in Büroimmobilien könnten demnach in Paris, Amsterdam und Frankfurt den durchschnittlichen EU-Immobilienmarkt übertreffen. Attraktive Optionen werden auch für stadtnahe Logistik-Immobilien vorausgesagt. Der Wert des dazugehörenden Grundstücks wird bei anhaltendem Bevölkerungswachstum vermutlich ebenfalls stark zulegen.
Für eine defensive Strategie sind Einkaufs-Zielmärkte in Frankreich und Einzelhandelslagen in Haupteinkaufsstraßen in Schweden und Deutschland als geeignet eingestuft. Im Sektor Wohnimmobilien eignen sich in den Niederlanden und Deutschland z.B. Bauprojekte in Form einer Develop-to-hold-Strategie.
Hervorgehoben werden auch Mezzanine-Finanzierungen, die als einkommensstarke Strategie beschrieben wird. Generell sollten Investoren den derzeit sehr liquiden Markt nutzen, um die Objekte zu verkaufen, die kein Langzeitpotenzial mehr bieten. 
Quelle: LaSalle
Mit Blick auf mögliche Systemrisiken, raten die Autoren im Portfolio einen Core-Ansatz mit einer Gewichtung von 50 bis 75 % umzusetzen. Während der letzten Abwärtsbewegungen konnten Core-Immobilien eine Outperformance aufweisen und sich am schnellsten erholen. Da die Preise für Core-Investments mittlerweile auf ein hohes Niveau gestiegen sind, können Alternativen wie Close-to-Core-, Build-to-Core- oder Future-Core-Strategien nützlich sein. Als Zielregionen eignen sich Australien, Frankreich, Deutschland und die USA. 
Quelle: LaSalle
Der Heimatmarkt sollte nicht die alleinige Zielregion im Immobilienportfolio sein. Die Autoren empfehlen ein international breit aufgestelltes Portfolio neben einem konservativeren Investmentprogramm im Heimatland.
Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds mit Fokus auf Immobilien jeden Monat in der Publikation Absolut|ranking Real Estate. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 12.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 27 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 110 Universen.