CEIOPS untersucht Auswirkungen der Finanzkrise auf Solvency II
Das Committee of European Insurance and Occupational Pensions Supervisors (CEIOPS) hat Mitte März unter dem Titel "Lessons learned from the crisis" die Auswirkungen der Finanzkrise und den Einfluss auf die Ausgestaltung der geplanten Änderungen zur Regulierung von Kapital, Liquidität und Risikomanagement von Versicherungsunternehmen untersucht. Diese Änderungen sind unter dem Begriff Solvency II zusammengefasst und stellen das Pendant zu den unter dem Begriff Basel II zusammengefassten Vorschriften für Banken dar.
Da die Basel II Vorschriften durch die Finanzkrise als prozyklisch in die Kritik gerieten, schlägt CEIOPS eine Reihe von Maßnahmen im Zuge der Solvency II-Umsetzung vor. Diese beinhalten neben der Forderung nach einer schnellen Umsetzung eine Verbesserung der Governance und des Risikomanagements bei Versicherungen. Eigenes Risikomanagement soll Leistungen von Dritten, z. B. von Ratingagenturen, ersetzen. Die Exposures in Credit Default Swaps und illiquiden Anlageklassen müßten neu festgelegt und überwacht werden. Zudem sollte Regulierung auf Konzern- anstatt auf Spartenebene durchgeführt werden.
Zusätzlich zu diesen Verbesserungsvorschlägen erschienen u.a. bereits im letzten Jahr drei weitere CEIOPS-Publikationen, die Versicherungsunternehmen in der Finanzkrise unterstützen sollen. Diese befassen sich mit der Bewertung von strukturierten Kreditprodukten, mit den Standards im Risikomanagement sowie mit dem Umgang mit Wirtschaftskrisen.