06.04.2010 | Report

BVK-Statistik und Private-Equity-Prognose zeigen Aufwärtstrend

Die deutsche Private-Equity-Branche hat die Auswirkungen der Finanzkrise gut überstanden, wie die aktuelle Jahresstatistik des BVK (Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften) und eine Umfrage unter BVK-Mitgliedern für die Aussichten 2010 zeigen. Im Jahr 2009 wurden demnach 1.179 Unternehmen mit Beteiligungskapital finanziert, gegenüber 1.330 in 2008. Das Investitionsvolumen ist im Zuge der Krise um 75% auf 2,36 Mrd. Euro im Jahr 2009 gesunken. Allerdings zeichnete sich in der zweiten Jahreshälfte ein deutlicher Auftrieb bei den Investitionen ab, rund 72% entfielen auf diesen Zeitraum. Das Fundraising in 2009 betrug 1,242 Mrd. Euro und damit ca. 50% des Vorjahres.


Quelle: BVK

Investiert wurde vorwiegend in Buy-Outs, auf die 74% des gesamten Volumens entfallen. Positiv ist anzumerken, dass sich Private-Equity-Finanzierungen auf das gesamte Spektrum der Volkswirtschaft erstrecken. Besonders gefragt waren die Sektoren Industrieerzeugnisse mit 23% der Investitionen, sowie Kommunikationstechnologie mit 15% und Life Sciences mit 12%.


Quelle: BVK

Die Studie unter den BVK-Mitgliedern ergab, dass die Branche insgesamt für 2010 ein besseres Private-Equity-Jahr erwartet als 2009. Beim Fundraising wird von einem verschärften Wettbewerb um Kapital ausgegangen, jeweils die Hälfte der Studienteilnehmer gehen von besserer oder schlechterer Investorenstimmung aus. Gleichzeitig ist die Unsicherheit über zukünftige rechtliche Regelungen etwas zurück gegangen, da die neue Bundesregierung bisher keine Ansätze für Aufsichtsänderungen gezeigt hat. Über zwei Drittel der Gesellschaften erwarten hingegen steigende Investitionen, besonders in den Branchen Energie/Wasser/Umwelt sowie Pharma/Medizin/Biotechnologie. Auch bei den Unternehmensverkäufen werden 2010 deutliche Steigerungen erwartet.

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