Bundesregierung will Meldepflicht für Großaktionäre verschärfen
Die Bundesregierung plant offenbar, für Großaktionäre die Schwelle der Meldepflicht bei Beteiligungen zu senken. Investoren sollten ab 2007 verpflichtet werden, den Erwerb von Unternehmensanteilen schon ab einer Beteiligung von drei Prozent zu melden, berichtet die "Financial Times Deutschland". Bislang gilt die Meldepflicht erst ab fünf Prozent.
Mit dieser Verschärfung wolle Bundesfinanzminister Peer Steinbrück deutsche Unternehmen vor einem zu großen Einfluss von Hedge-Fonds schützen. Außerdem solle der Einfluss von Finanzinvestoren transparenter werden. Unklar sei noch, ob die Bundesregierung die in Großbritannien geltende Praxis übernimmt, wonach ab drei Prozent jeder weitere Prozentpunkt den Aufsichtsbehörden gemeldet werden muss.
Bislang gilt laut Wertpapierhandelsgesetz die Offenlegungspflicht, wenn der Anteilsbesitz von Aktionären die Schwellen von 5, 10, 25, 50 und 75 Prozent des Kapitals überschreitet. Die EU-Staaten hatten sich bereits auf strengere Meldepflichten verständigt. Ab 2007 soll demnach die Finanzaufsicht auch bei 15, 20 und 30 Prozent informiert werden.
zurück