12.03.2012 | Research

Bringen Hedgefonds Zusatznutzen?

Der Frage, ob ein Investment in einen Hedgefonds oder einen Publikumsfonds einem risikoaversen Investor mehr Nutzen bringt, geht eine Im Januar veröffentlichte Arbeit von Jussi Keppo von der University of Michigan und von Antti Petajisto von der NYU Stern School of Business auf den Grund. Sie entwickeln ein einfaches Modell, in dem für einen Manager mit einer Information Ratio von 0,35 verglichen wird, welches Fondsmodell dem Investor einen größeren Nutzen verschafft. Dabei fokussiert sich die Arbeit auf drei besondere Aspekte, die höheren Gebühren bei Hedgefonds, ihre Fähigkeit Marktexposure zu hedgen bzw. eine marktneutrale Strategie zu nutzen und der Einsatz von Leverage.


Quelle: Keppo, Petajisto (2012)

Die Ergebnisse der Autoren bieten Investoren wichtige Anhaltspunkte zur Investmentauswahl. Zunächst können Hedgefonds im einfachen Long-Only-Modell nicht mit Publikumsfonds konkurrieren, verursacht durch die deutlich höheren Gebühren. Nutzenvorteile durch Hedgefonds werden auf zwei anderen Ebenen generiert. Eine marktneutrale Strategie bietet Investoren, die nicht selbst ihr Exposure hedgen können oder dürfen, die Möglichkeit pures Alpha ohne Marktexposure zu erlangen. Darüber hinaus können Hedgefonds Leverage verwenden, oft günstiger, als institutionelle Investoren. Das Hebeln des Alphas macht Hedgefonds attraktiver, abhängig von der Höhe des Leverage und der Höhe der Incentive Fees. Je nach Managerfähigkeit, Höhe der Gebühren und Höhe des Leverage, kann jedes der beiden Fondskonzepte für den Investor vorteilhaft sein.

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