04.10.2005 | 

Branchenverband AIMA setzt auf Selbstregulierung bei Hedgefonds

Die in die Bredouille geratene Hedge-Fonds-Branche erwägt, sich selbst

zu regulieren. Eine neue Arbeitsgruppe des Branchenverbandes

Alternative Investment Management Association (AIMA) wird sich mit

Vorschlägen für einen Verhaltenskodex befassen.

AIMA reagiert mit der Arbeitsgruppe auf ein Diskussionspapier der

britischen Financial Services Authority (FSA). Die Behörde untersucht

derzeit zweifelhafte Transaktionen einiger Fonds und liebäugelt mit

mehr Regulierung. Weltweit sitzt ein Großteil der Hedge-Fonds-Manager

in New York, gefolgt von London. Ihre Fonds legen sie aber oft auf den

Cayman Islands oder den Bermudas auf, wo sie relativ unbehelligt

agieren können. Die US-Börsenaufsicht SEC hatte bereits 2004 die

Meldepflichten verschärft.

An die FSA müssen Hedge-Fonds derzeit in begrenztem Umfang berichten.

Sie unterliegen zudem allgemeinen Regeln für die Fondsbranche. AIMA hat

bis Mitte Oktober Zeit, auf das FSA-Papier zu antworten.

?Wir werden die Arbeit der AIMA beobachten, sehen aber für den BAI

keinen konkreten Handlungsbedarf, da der Markt für Hedge-Fonds in

Deutschland per Gesetz europaweit am stärksten reguliert ist?, so

Michael Busack, Vorstand des Bundesverbands Alternative Investments

(BAI). Der Verband kooperiert mit der AIMA, ist jedoch kein Mitglied.

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