Branchenverband AIMA setzt auf Selbstregulierung bei Hedgefonds
Die in die Bredouille geratene Hedge-Fonds-Branche erwägt, sich selbst
zu regulieren. Eine neue Arbeitsgruppe des Branchenverbandes
Alternative Investment Management Association (AIMA) wird sich mit
Vorschlägen für einen Verhaltenskodex befassen.
AIMA reagiert mit der Arbeitsgruppe auf ein Diskussionspapier der
britischen Financial Services Authority (FSA). Die Behörde untersucht
derzeit zweifelhafte Transaktionen einiger Fonds und liebäugelt mit
mehr Regulierung. Weltweit sitzt ein Großteil der Hedge-Fonds-Manager
in New York, gefolgt von London. Ihre Fonds legen sie aber oft auf den
Cayman Islands oder den Bermudas auf, wo sie relativ unbehelligt
agieren können. Die US-Börsenaufsicht SEC hatte bereits 2004 die
Meldepflichten verschärft.
An die FSA müssen Hedge-Fonds derzeit in begrenztem Umfang berichten.
Sie unterliegen zudem allgemeinen Regeln für die Fondsbranche. AIMA hat
bis Mitte Oktober Zeit, auf das FSA-Papier zu antworten.
?Wir werden die Arbeit der AIMA beobachten, sehen aber für den BAI
keinen konkreten Handlungsbedarf, da der Markt für Hedge-Fonds in
Deutschland per Gesetz europaweit am stärksten reguliert ist?, so
Michael Busack, Vorstand des Bundesverbands Alternative Investments
(BAI). Der Verband kooperiert mit der AIMA, ist jedoch kein Mitglied.
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