26.07.2004 | 

Blackstone will in deutschen Hedge-Fonds-Markt aggressiv einsteigen

Die New Yorker Investmentgesellschaft Blackstone will in der jungen deutschen Hedge-Fonds-Branche einer der großen Verwalter für institutionelle Anleger werden. Gegen eine Vielzahl von Konkurrenten rechnet sich Vorstandschef Stephen Schwarzman gute Chancen aus. "Wir wollen in Deutschland unser Geschäft mit Hedge-Fonds aggressiv aufbauen", sagte Schwarzman der "Financial Times Deutschland" (FTD). Blackstone stehe im Wettbewerb für ein Dachfonds-Mandat eines großen deutschen Investors über mehrere 100 Millionen Euro. Das 1985 gegründete Unternehmen ist nach eigenen Angaben weltgrößter unabhängiger Manager alternativer Investments.

"Der Markt wird in den nächsten Jahren stark wachsen", sagte Schwarzman weiter. Derzeit haben deutsche Investoren nur etwa 15 Milliarden Euro in solchen Fonds angelegt. Nur 30 Prozent stammen von institutionellen Anlegern wie Pensionskassen oder Versicherungen. Bisher konkurrieren um deren Mandate lediglich 30 Anbieter, darunter Pioneer, die Man Group, LGT, Partners Group und Banken.

Blackstone ist erst seit wenigen Jahren in Deutschland tätig, vornehmlich mit Private Equity. Derzeit führt die Gruppe mit dem Erwerb des im M-Dax gelisteten Chemieunternehmens Celanese für 3,1 Mrd. Euro das bisher größte Delisting eines börsennotierten Unternehmens durch.

 

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