26.03.2013 | Research

Bewertung von Private Equity Managern aus der Sicht von Investoren

Drei Autoren der Columbia Business School entwickeln in einer Forschungsarbeit, die Ende letzten Jahres veröffentlicht wurde, ein Modell zur Bewertung von Private Equity Investments aus Sicht eines institutionellen Investors. Neu ist ihr Ansatz neben Managementgebühren auch Alpha, Carried Interest und Illiquiditätsrisiko über die gesamte Laufzeit zu betrachten. Auf diesem Weg berechnen Morten Sorensen, Neng Weng und Jiaqiang Yang das Break-Even-Alpha, das der Fondsmanager aus Sicht des Investors erreichen muss. Im Standardszenario ohne Leverage und mit 2/20-Gebührenstruktur ergibt sich abhängig vom Grad der Risikoaversion des Investors eine Alpha-Range von 2,61 % bis 3,08 %. Bei einem Leverage von 3,0 sinkt das Mindestalpha auf 1,00 % bis 2,05 %.


Quelle: Sorensen, Weng, Yang (2012)

Um also zunächst die laufenden Kosten von 2 % und die Performance Fee von 20 % zu decken, muss der Fondsmanager bereits ein Alpha von mindestens 2,61 % vorweisen können. Für risikoaverse Limited Partner (LPs) können zudem die Kosten der Illiquidität erheblich sein. Anhand historischer Daten zeigen die Autoren, dass es dem durchschnittlichen Private Equity Investment gerade gelingt die Kosten zu decken. LPs mit überdurchschnittlichem Know-how sind demnach in der Lage, Überrenditen durch Selektion erfolgreicher PE-Manager zu vereinnahmen.

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