03.07.2006 | 

Beteiligungsgesellschaften streben weitere Börsengänge an

Die deutschen Private Equity-Gesellschaften verfügen nach eigener Einschätzung über zahlreiche börsenfähige Unternehmen in ihren Portfolios. Die Verbesserung der IPO-Bedingungen ist insbesondere auf die Einführung des Entry Standard im vergangenen Jahr zurückzuführen, die der deutsche Börsenlandschaft zu einem Zuwachs an Attraktivität verholfen hat. Dies ist das Ergebnis der IPO-Umfrage 2006 des Bundesverbandes Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften German Private Equity and Venture Capital Association. Insgesamt 99 Private Equity-Gesellschaften gaben darin ihre Einschätzung zur aktuellen Börsensituation ab.

 

Von den derzeit als Börsenkandidaten gehandelten Unternehmen ist mindestens jedes zweite Private Equity-finanziert, erläutert Dr. Holger Frommann, BVK-Geschäftsführer. Neben diesen öffentlich diskutierten Unternehmen existieren aber noch weitere Private Equity-finanzierte Börsenaspiranten: Laut Umfrageergebnis verfügen fast zwei Drittel der Beteiligungsgesellschaften über mindestens ein börsenfähiges Unternehmen in ihrem Portfolio.

 

Doch nicht alle Beteiligungsgesellschaften verfolgen diese Exit-Option für ihre Portfoliounternehmen. Historisch gesehen sei der Verkauf an industrielle Käufer (Trade sale) der wichtigste Weg des Beteiligungsverkaufs. Börsenbewertungen haben aber indirekt auch Auswirkungen auf die Bewertungen bei M&A-Transaktionen, weshalb wir bei dem anhaltend positiven Börsen- und M&A-Umfeld weiterhin gute Exit-Chancen sehen, sagt Pütter.

 

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