Benchmarking im Asset Management
Die Verwendung von Benchmarks im Asset Management führt zu Preisinflationen und Crowding, zeigt ein Researchpaper von Anil Kashyap et al. Die Autoren konstruieren ein theoretisches Modell, um die Auswirkungen des Benchmarkings auf die gesamtwirtschaftliche Wohlfahrt zu analysieren. Hierzu wird ein Modell optimaler Verträge in ein allgemeines Gleichgewichtsmodell integriert. Ein optimal gestalteter Vertrag für Fondsmanager umfasst eine Benchmark, da durch die Abhängigkeit der Managervergütung von der Performance einer Benchmark die Manager vor Risiko schützt und Anreize setzt, höhere Überrenditen zu erzielen.
Im allgemeinen Gleichgewicht führt diese Vertragsgestaltung durch dessen Auswirkungen auf die Asset-Preise allerdings zu einem externen Effekt: Benchmarking führt zu verstärkten Investments in renditesteigernde Strategien und Assets, die in der jeweiligen Benchmark enthalten sind. Durch die erhöhte Nachfrage steigen die Preise dieser Assets sinken damit die erwarteten Renditen, Benchmarking führt folglich zu Crowding, wodurch der Grenznutzen anreizbasierter Vertragsgestaltung abnimmt.
Ein sozialer Planer, der diese Effekte internalisiert, würde folglich eine andere Vertragsgestaltung wählen als bei privat optimalen Verträgen. Im sozialen Optimum würden folglich weniger Anreize gesetzt, indem die Performance-Sensitivität der Manager-Vergütung und Benchmarking geringer ausfallen. Damit sinken der Preisdruck und das Crowding bei Trades.
Absolut Research unterstützt institutionelle Investoren bei der Selektion von Asset Managern mit der monatlichen Publikation Absolut|ranking. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 17.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 36 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 180 Universen.