Bedeutung von Klimarisiken für institutionelle Investoren
In einem Researchpaper des Swiss Finance Institutes haben Philipp Krüger, Zacharias Sautner und Laura Starks die Relevanz von Klimarisiken in institutionellen Portfolios analysiert. Die Ergebnisse basieren auf einer Umfrage unter 439 institutionellen Investoren weltweit. Obwohl Klima- und sonstige Umweltrisiken erst an fünfter bzw. sechster Stelle der bedeutendsten Risiken genannt werden, bedeutet dies nicht, dass sie von den Investoren als unbedeutend wahrgenommen werden. Insbesondere auf der regulatorischen Seite ist eine Mehrheit der Befragten überzeugt, dass die Risiken schon heute zum Tragen kommen.
Quelle: Swiss Finance Institute
Gründe für die Berücksichtigung von Klimarisiken im Investment-Prozess können sowohl auf finanziellen als auch nicht-finanziellen Motivationen beruhen. Genannte Gründe sind neben Reputationsrisiken auch moralische und fiduziäre Verpflichtungen sowie die Erwartung, dass sich dies positiv in den Renditen oder geringeren Risiken niederschlägt. Lediglich 7 % der Investoren berücksichtigen keine Klimarisiken im Anlageprozess. Die häufigsten Instrumente sind die Analyse des CO2-Fußabdrucks der Portfoliounternehmen, Stranded-Asset-Risiken, generelle Diversifikation und ESG-Integration. Ein weiteres wesentliches Element ist Engagement, wobei unterschiedliche Kanäle hierfür genutzt werden. Die Erfolgsquote liegt hier bei 25 %. Divestment dagegen ist ein vergleichsweise wenig genutztes Tool. 
Quelle: Swiss Finance Institute
Zwar sind die Investoren überzeugt, dass die Bewertungen des Aktienmarktes Klimarisiken nicht korrekt widerspiegeln, jedoch sind die angenommenen Überbewertungen in besonders betroffenen Sektoren wie der Öl- oder Automobilbranche nicht sehr hoch. Gerade im Bereich der Kohleproduzenten wird das Risiko Stranded Assets allerdings als hoch angesehen. Mehrheitlich sind die Befragten der Ansicht, dass im Reporting der Portfoliounternehmen Klimarisiken genauso wichtig sind wie die Informationen zu Finanzdaten. Auch sind sie der Ansicht, dass Investoren stärkeren Druck auf die Unternehmen ausüben sollten, die gewünschten Informationen zu Klimarisiken bereitzustellen.
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Mit der Publikation Absolut|impact zeigt Absolut Research das Spektrum nachhaltiger Investments für institutionelle Investoren auf. Anleger erfahren durch Fachbeiträge zu Strategien, Trends, ESG-Initiativen und Regulierung, wie sie nicht nur ihr Portfolio, sondern auch gesellschaftliche Veränderungen (mit)gestalten können.