07.11.2005 | 

Bankenverband sieht USA und Großbritannien bei Hedgefonds-Regulierung in der Pflicht

Der Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB), Klaus-Peter

Müller, hat die USA und Großbritannien zu einem stärkeren Engagement

bei der Regulierung von Hedgefonds aufgefordert. "Die USA, aber auch

Großbritannien, stehen hier als Sitz vieler Fonds in einer besonderen

Verantwortung", sagte Müller  auf der Herbstpressekonferenz des

Verbandes. Von den weltweit ca 9000 Hedgefonds seien rund zwei Drittel

in den USA beheimatet und rund ein Drittel sei im Kompetenzbereich der

britischen Finanzaufsicht angesiedelt. Er habe den Eindruck, dass die

Sensibilität für die Hedgefonds-Problematik in den USA und

Großbritannien wachse, sagte Müller.

Ziel einer solchen Regulierung sind laut Müller international

einheitliche Vorgaben, die zu mehr Transparenz bei den Hedgefonds

führten. So unbekannte Wesen wie Hedgefonds derzeit sind, sollten sie

nicht bleiben dürfen. Die unter anderem diskutierte Kontrolle der Fonds

über die Banken, die unter anderem als deren Prime Broker agierten, sei

zwar besser als gar keine Regulierung, sagte der BdB-Präsident. Dies

sei grundsätzlich aber der falsche Weg und zudem auch nicht

hinreichend. Denn da mehrere Banken als Prime Broker für einen

Hedgefonds agierten, entstehe unter anderem das Problem der

Datenbündelung.

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