Bankenverband sieht USA und Großbritannien bei Hedgefonds-Regulierung in der Pflicht
Der Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB), Klaus-Peter
Müller, hat die USA und Großbritannien zu einem stärkeren Engagement
bei der Regulierung von Hedgefonds aufgefordert. "Die USA, aber auch
Großbritannien, stehen hier als Sitz vieler Fonds in einer besonderen
Verantwortung", sagte Müller auf der Herbstpressekonferenz des
Verbandes. Von den weltweit ca 9000 Hedgefonds seien rund zwei Drittel
in den USA beheimatet und rund ein Drittel sei im Kompetenzbereich der
britischen Finanzaufsicht angesiedelt. Er habe den Eindruck, dass die
Sensibilität für die Hedgefonds-Problematik in den USA und
Großbritannien wachse, sagte Müller.
Ziel einer solchen Regulierung sind laut Müller international
einheitliche Vorgaben, die zu mehr Transparenz bei den Hedgefonds
führten. So unbekannte Wesen wie Hedgefonds derzeit sind, sollten sie
nicht bleiben dürfen. Die unter anderem diskutierte Kontrolle der Fonds
über die Banken, die unter anderem als deren Prime Broker agierten, sei
zwar besser als gar keine Regulierung, sagte der BdB-Präsident. Dies
sei grundsätzlich aber der falsche Weg und zudem auch nicht
hinreichend. Denn da mehrere Banken als Prime Broker für einen
Hedgefonds agierten, entstehe unter anderem das Problem der
Datenbündelung.
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