Banken fordern Steuervorteil für Immobilien-AGs
Die "Initiative Finanzstandort Deutschland", hinter der vor allem Banken stehen, hat steuerliche Begünstigungen für börsennotierte Immobilienunternehmen gefordert, um den Handel ihrer Aktien zu beleben. Wie das "Handelsblatt" berichtet, notieren die deutschen Immobilienaktien weit unter ihren Vermögenswerten. Eine steuerliche Behandlung, wie sie den amerikanischen Real Estate Investments Trusts (Reits) gewährt wird, könne zu steigenden Renditen und somit zu steigenden Kursen führen.
Die Initiative fordert vom Finanzministerium, deutsche Reits von der Körperschafts- und Gewerbesteuer zu befreien. Dafür sollten die operativen Erträge zu 80 Prozent ausgeschüttet und beim Anleger besteuert werden. Die Erträge sollten zudem zu 75 Prozent aus Vermietungen und Verpachtungen stammen und das Vermögen zu 75 Prozent aus Immobilien bestehen. Sprecher der Initiative erwarten dadurch für den Staat sogar eine Zunahme der Steuereinnahmen, zumal bei einem Wechsel in einen Reit die zu hebenden stillen Reserven zu besteuern wären. Der Ministerialrat im Bundesministerium der Finanzen, Uwe Wewel, sagte der Zeitung zufolge, eine Projektarbeitsgruppe werde untersuchen, wie sich die Steuereinnahmen im Falle einer Umstellung entwicklen werden.
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