02.01.2008 | Report

Bank of England analysiert Auswirkungen der Krise auf Finanzsystem

Die Bank of England (BoE) hat in ihrem halbjährlich erscheinenden Financial Stability Report umfassend die Ursachen und Auswirkungen der Kreditkrise auf die Finanzmärkte und insbesondere das britische Bankensystem untersucht. Ziel war es u.a. die Auswirkungen und Größenordnung der Subprime-Krise in Relation zu dem Finanzsystem als Ganzes zu setzen. Dabei ergaben sich interessante Ergebnisse, wie z.B. die Tatsache, dass der Aktienmarkt mit einer Größenordnung von USD 50.600 Mrd. Ende 2006 in den letzten vier Jahren um 120 % gewachsen ist. An zweiter Stelle steht das Segment für Bankeinlagen mit USD 38.500 Mrd., gefolgt von den Staatsanleihen mit 26.000 Mrd..

Die Volumina der Unternehmensanleihen nehmen sich dagegen mit 11.000 Mrd. bescheiden aus. Das Subprime-Segment wird mit lediglich USD 500 Mrd. angegeben, während die Asset-Backed-Securities mit USD 10.700 Mrd. angegeben werden. (vgl. auch Übersicht auf Seits 22)

Die BoE geht zudem auf die Rolle von Hedgefonds in der Krise ein, und beschreibt deren Funktion als eher stabilisierend, da Hedgefonds auch bei fallenden Märkten als Käufer auftraten. Auch deren Wertentwicklung  wäre relativ stabil geblieben im Vergleich zur Gesamtmarktentwicklung. Zudem hätte es offensichtlich keinen Netto-Abfluss aus den Fonds gegeben, wohl aber Umschichtungen zwischen den Strategien.

Grundsätzlich kommt die BoE zu dem Schluss, dass die Anfälligkeit des Finanzsystems für Krisen  zugenommen hat, während das Vertrauen in die Fähigkeit komplexe Strukturen korrekt zu bewerten stark abgenommen hat. Die Bank empfiehlt insbesondere vermehrte Anstrengungen und Transparenz in allen Bereichen der Risikobewertung, des Liquiditäts- und Krisenmanagements, insbesondere im Segment der strukturierten Produkte.

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