11.01.2008 | Studie

Auswirkungen der Kreditkrise auf die internationalen M&A-Aktivitäten

Für 52 Prozent der M&A-Experten hat die internationale Kreditkrise keine Auswirkungen auf das Mid-Market-Segment des internationalen M&A-Marktes. Das ergab eine im Dezember 2007 veröffentlichte Umfrage unter Senior-Professionals der M&A International Inc. (MAI), der größten internationalen Organisation unabhängiger M&A-Beratungsunternehmen, zu den Auswirkungen der aktuellen Kreditkrise auf die internationalen M&A-Aktivitäten.

Nach Ansicht der M&A-Experten wirke sich die Liquiditätsverknappung in erster Linie auf Transaktionen jenseits der 75-Millionen-US-Dollar-Grenze aus. Da im Mid-Market-Segment derzeit die strategischen Käufer dominierten und diese ihr Kaufverhalten nicht zu verändern schienen, zeige die geringere Nachfrage aus der Private-Equity-Branche hier keine großen Auswirkungen. Allerdings werde mit weiteren Instabilitäten im globalen M&A-Markt gerechnet.

Für 73 Prozent der befragten M&A-Experten beeinflusst die aktuelle Kreditkrise die Möglichkeiten der Private-Equity-Firmen, Transaktionen mit Fremdkapital zu finanzieren, negativ. Während die Vertreter der asiatischen Mitgliedsfirmen auf ihren lokalen Märkten kaum Folgen wahrnähmen, stellten die Professionals aus Nordamerika und Westeuropa stärkere Veränderungen des Marktes fest.

In Deutschland seien von der Finanzkrise primär Private-Equity-Transaktionen mit hohem Fremdfinanzierungsanteil betroffen. Für die Finanzierung müssten jetzt deutlich höhere Eigenkapitalquoten kalkuliert werden. Insgesamt seien dadurch die Transaktionen für die Käufer teurer geworden, was sich negativ auf die Preise niederschlägt. Es existiere aber weiterhin Nachfrage von strategischen Käufern aus dem In- und Ausland, die den deutschen Mittelstand im Fokus haben.

Auf die Frage ob die Abschwächung des US-Dollars oder die US-Kreditkrise größeren Einfluss auf die Cross-Border-Transaktionen hat, sahen 52 Prozent die größere Wirkung bei der Kreditkrise, 27 Prozent nannten den Wechselkurs, 15 Prozent hielten andere Faktoren für wichtiger und sechs Prozent konnten keinen Unterschied in der Wirkung ausmachen.

Weitere Informationen sind unter www.mergers.net verfügbar.

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