23.03.2011 | Research

Auswirkungen der Gebührenstruktur auf Fonds-Performance und Managerverhalten

Ende Januar 2011 erschien eine wissenschaftliche Arbeit der Universitäten Columbia und Shanghai und von Cornerstone Research, welche die Auswirkungen der Gebührenstruktur von Hedgefonds auf das Verhalten von Fondsmanagern untersucht. Hedgefonds und zunehmend auch klassische Long-Only-Produkte sowie Absolute-Return-Fonds verlangen meistens zusätzlich zur Management Fee eine Performance Fee, die i.d.R. an das High-Watermark-Prinzip gebunden ist. Die Autoren wollen mit einem Modell zeigen, welche Anreize verschiedene Gebührenstrukturen auf die Manager ausüben.

Quelle: Lan, Wang, Yang (2011)

Die Managementgebühren machen aufgrund ihres Bezugs auf die Assets under Management den Fondsmanager zum Investor des Fonds. Sie wirken daher risikovermeidend. Performance Fees mit High Watermark führen hingegen zu einer stärkeren Risikoneigung der Manager, da besonders nahe der High Watermark starke Anreize für höheres Risiko bestehen, insbesondere durch die Möglichkeit, Leverage zu verwenden. Die Gelegenheit für Investoren, ihre Fondsinvestments zu liquidieren, wirken hingegen mindernd auf die Neigung zur Risikoübernahme.


Quelle: Lan, Wang, Yang (2011)

Mit ihrem Modell bieten die Autoren einen tiefen Einblick in die Anreizsysteme der Managervergütung und ihre Auswirkungen auf Investmentverhalten und Leverage. Investoren können dies bei ihren Gebührenverhandlungen nutzen. Erweitert werden soll das Modell noch um die Möglichkeit, Managementfähigkeiten dynamisch zu bewerten.

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