Auslagerung von Pensionsrisiken nimmt zu
Mehr als 260 Mrd. US-Dollar an Pensionsrisiken wurden seit dem Jahr 2007 von angloamerikanischen Unternehmen bzw. Pensionseinrichtungen an Versicherer und Rückversicherer ausgelagert, zeigt der Marktbericht „The Pension Risk Transfer Market at $260 Billion“ des Versicherers Prudential. Mit 180 Mrd. US-Dollar entfällt der Großteil der Transaktionen auf Großbritannien. Es fällt auf, dass die Entscheidung, die Risiken an externe Anbieter auszulagern, nicht von der Größe oder Branche der jeweiligen Unternehmen abhängt, sondern über alle Sektoren und Größen hinweg beobachtet werden kann. 
Quelle: Prudential
Ein Grund für diesen Trend ist die steigende Lebenserwartung der Menschen. Über die vergangenen 40 Jahre hat sich die Rentenbezugszeit in Großbritannien um fast 50 % erhöht. Jede Anpassung der Sterbetafeln hatte eine Erhöhung der Pensionsverbindlichkeiten zur Folge, auch durch die Ausweitung der Zinsrisiken. Diese Entwicklung setzt die Anbieter von Pensionslösungen unter Druck, insbesondere wegen der Unsicherheit zukünftiger Entwicklungen. Langlebigkeitsrisiken werden daher zunehmend über Versicherungslösungen gehedgt, indem die Pensionsfonds die erwarteten Prämien zzgl. eines Risikoaufschlags zahlen und Versicherer und Rückversicherer im Gegenzug die tatsächlich anfallenden Zahlungsströme übernehmen.
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