15.11.2012 | Research

Ausfallszenarien für Staatsanleihen

In einem Anfang Oktober veröffentlichten Research Bericht untersucht die LBBW verschiedene Studien zu Ausfallszenarien von Staatsanleihen und damit einhergehenden Verlusten. Demnach liegt die mittlere Abschreibung des Nennwerts einer Anleihe (Haircut) nach einer Restrukturierung bei rund 37 %, allerdings schwankt dieser Wert sehr stark. Rund die Hälfte der Haircuts lag entweder unter 23 % oder über 53 %. Zudem stiegen in den vergangenen zwei Jahrzehnten die durchschnittlichen Haircuts und lagen rund 25 % über dem Niveau der 70er und 80er Jahre.


Quelle: LBBW (2012)

Nach einer Umstrukturierung ist außerdem eine langfristige Anspannung des Rentenmarkts zu spüren. Im Jahr nach dem Haircut liegen die Spreads rund 150 Basispunkte höher, im vierten und fünften Jahr noch knapp 70 Basispunkte. Die Ratingagentur Moody's stellt darüber hinaus fest, dass keine Staatsanleihe mit einem Rating von über Ba2 ein Jahr später ausgefallen ist. Rund 81 % der von Moody's ausgewerteten Ausfälle beinhalteten Zinssenkungen, nominale Haircuts waren in 48 % der Fälle zu beobachten.

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