23.05.2011 | Märkte

Ausblick auf den europäischen Private-Equity-Markt

Im April hat Roland Berger eine umfassende Analyse des europäischen Private-Equity-Marktes veröffentlicht. Nach dem äußerst schwierigen Jahr 2009, zeigte sich der europäische Private-Equity-Markt in 2010 wieder aktiver. Das Investmentvolumen stieg um 52 %, liegt aber immer noch weit unter dem Niveau  vor der Krise. Der Markt für Unternehmenstransaktionen verzeichnete in 2010 zwar eine Zunahme der Anzahl an Transaktionen, das Gesamtvolumen sank allerdings. Die Preiserwartungen auf Käufer- und Verkäuferseite liegen teilweise noch weit auseinander. Die Erholung des gesamten Sektors ist eng mit der Erholung der europäischen Wirtschaft verknüpft, daher herrscht durch die Schuldenkrise gerade in der mittel- und langfristigen Sicht noch große Unsicherheit.


Quelle: Roland Berger (2011)

Für 2011 geht der Report von einer Zunahme der für Private Equity relevanten Unternehmenstransaktionen aus, vor allem die Automobil-, Investitionsgüter-, Dienstleistungs- und Konsumgütersektoren werden im Mittelpunkt stehen. Dabei wird die Entwicklung zu mehr strategischen Käufern gehen, da viele Unternehmen auf der Suche nach neuen Wachstumsquellen sind und in 2010 große Cash-Bestände angesammelt haben. Der Fokus liegt weiterhin auf Mid-Cap-Deals, da sich die Kapitalmärkte noch immer nicht vollständig erholt haben. Der Report geht allerdings von einer stetigen Erholung der Kapitalmärkte aus, sodass zum Jahresende auch die Zahl der Large-Cap-Deals wieder steigen wird.


Quelle: Roland Berger (2011)

Die strategischen Käufer aus Schwellenländern, vor allem aus China und Indien, die auf der Suche nach Technologie und Internationalisierung zunehmend nach Westeuropa schauen, werden in 2011 und auch darüber hinaus weiter an Bedeutung gewinnen.

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