10.12.2008 | Studie

Asset Management trotz Finanzkrise mit langfristig positiven Aussichten

Die Finanzkrise hat zu massiven Mittelabflüssen in der Asset Management Branche geführt, selbst bei vermeindlich sicheren Anlagen wie Geldmarkt- und Immobilienfonds. Die Auswirkungen der Finanzkrise sowie der Rückgang bei der Inanspruchnahme professioneller Asset Manager werde noch bis ins Jahr 2009 hinein andauern, langfristig seien die Aussichten allerdings attraktiv. So lautet das Ergebnis der sechsten jährlichen Studie zur Entwicklung der weltweiten Asset Management Industrie, die unter dem Titel "Winning Strategies in Uncertain Times: Global Asset Management 2008" von der Boston Consulting Group veröffentlicht wude.

Der Bericht enthält einen kurzen Überblick über die Asset Management Industrie im Jahr 2007 sowie einen Sonderteil über die Entwicklung während der Finanzkrise in den ersten drei Quartalen 2008. Dabei wird kurz auf regionale Entwicklungen und Besonderheiten der institutionellen Asset Manager eingegangen. So stiegen die weltweiten Assets under Management in 2007 um 15,2% auf 58,9 Billionen US-Dollar, im europäischen Raum um 9,2% auf 19.9 Billionen US-Dollar an. Davon entfallen 2,8 Billionen US-Dollar auf die Hedgefondsindustrie und 2,2 Billionen US-Dollar auf den Private-Equity-Sektor.

Für die Alternative-Investment-Branche werden nachhaltige Veränderungen erwartet. Demnach wird die Nachfrage nach diesen Produkten steigen und vermehrt über Dachfonds investiert. Aufgrund der gestiegenen Kreditpreise müßten Hedgefonds mit Leverage und Private-Equity-Fonds ihre Strategien und Renditequellen neu ausrichten.Bemerkenswert bei Hedgefonds ist, dass die Assets under Management sich im Vergleich zu den 1990er Jahren deutlich homogener auf die verschiedenen Strategien verteilen.

Die Studie geht davon aus, dass bis 2012 das Wachstum für Hedgefonds und Private Equity ca. 15% betragen wird, für Dachfonds sogar 20%. Übertroffen wird dies lediglich von den Wachstumserwartungen für ETFs und Short-Extension (130/30) Fonds. Für diese Produkte wird ein Wachstum von 35% prognostiziert.

 

Quelle: Boston Consulting Group

Besonders von institutionellen Anlegern werde erwartet, dass sie verstärkt in alternative Anlagen investieren. Während 2006 nur 15% der institutionellen Anleger in alternativen Anlagen investiert waren, rechnen die Autoren damit, dass der Anteil bis 2010 auf 24% steigt.

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