28.04.2016 | Studie

Asset-Management-Trends im Jahr 2016

JPMorgan hat in Zusammenarbeit mit Dechert LLP und dem FUSE Research Network 80 Entscheidungsträger der Asset-Management-Branche zu den größten Vertriebs- und Produkttrends für 2016 befragt und fünf Kernentwicklungen beschrieben.
Auch wenn der primäre Fokus der Asset Manager auf den Regionen Europa und Nordamerika liegt, heben die Befragten das Potenzial Asiens hervor. Problematisch ist, dass hohe Markteintrittsbarrieren bestehen bzw. der Marktzugang mit hohen Kosten verbunden ist. Beispiele hierfür sind Vertriebsbeschränkungen in China und Hong Kong für nichtheimische Produkte. Als alternativer Zugangsweg zu diesen Märkten wird daher mehrheitlich über Joint Ventures oder lokal domizilierte Produkte nachgedacht. Die Beschränkungen führen auch zu verstärktem Interesse an einfacher zu erschließenden Regionen wie Lateinamerika. Der zweite Trend beschreibt die Konvergenz von Asset-Klassen, Investment-Ansätzen und Managertypen durch das Auftreten neuer Produkttypen, die die Grenzen zwischen aktiven und passiven Investments verwischen. Hierzu zählen beispielsweise Smart-Beta-Fonds. Es wird erwartet, dass sich durch die Vereinheitlichung von Back-Office-Aufgaben Effizienzgewinne erzielen lassen. Multi-Asset-Lösungen werden von 43 % der Manager die größte Wachstumsperspektive über die kommenden fünf Jahre eingeräumt. Dahinter folgen passive Produkte und Smart-Beta Strategien (35 %) und Liquid Alternatives (15 %).


Quelle: JPMorgan

Ein weiterer Trend sind strukturelle Veränderungen auf dem Markt der US-Finanzberater, was im Wesentlichen den Retail-Sektor betrifft. Der vierte Aspekt sind die Änderungen bei den globalen regulatorischen Vorgaben für die Branche, sowohl die bereits beschlossenen Programme als auch zukünftige, mit zusätzlichen Kosten sowie Compliance-Aufwand verbundene Regulierung. Hier werden aber als fünfter Trend auch Chancen gesehen, etwa durch den Aufbau neuer Fintech-Lösungen wie Robo-Advisory. Asset Manager sollten sich darauf vorbereiten, dass die Kunden zunehmend den Anspruch haben, Fintech-Lösungen zu nutzen.

Absolut Research unterstützt institutionelle Investoren bei der Selektion von Asset Managern jeden Monat mit der Publikation Absolut|ranking. Insgesamt analysieren die Absolut|rankings mehr als 12.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 25 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 100 Universen.

Abonnenten von Absolut Research können weiterführende Informationen hier herunterladen:
Mehr zum Thema "Asset-Management-Trends"
zurück