Asset Liability Management in der Vermögensverwaltung
Edhec Risk hat Ende September eine interessante Research-Arbeit veröffentlicht. Darin schlagen die Autoren eine Brücke zwischen der Vernmögensverwaltung für (Ultra) High Net Worth Individuals und institutionellem Asset Liability Management. Anhand der Anlageklassen Aktien, Anleihen, Immobilien und inflationsgeschützten Anleihen erläutern die Autoren in ausführlicher formaler Darstellung, wie sich erhebliche Nutzengewinne für die betreuten Investoren realisieren lassen.
Quelle: Edhec Risk (2009)
Anhand einer Mean-Variance-Optimierung zeigt die Arbeit, dass durch das Hinzufügen einer einzelnen Zustandsvariable investorenspezifische Restriktionen in die strategische Asset Allocation integriert werden können. Hedging-Eigenschaften und Korrelationen von Liabilities und Performance bestimmter Anlageklassen führen zu den Nutzengewinnen. Dies führt teilweise zu erheblichen Umgewichtungen in der Asset Allocation. Die Arbeit stellt damit erstmals eine Verbindung her zwischen für institutionelle Investoren mit erheblichen Liability-Restriktionen, wie z. B. Pensionsfonds und Versicherungen, entwickelten Asset-Liability-Management-Methoden und privater Vermögensverwaltung. Dabei wird ausführlich dargestellt, dass eine Umsetzung der Methodik relativ einfach erfolgen kann.
Quelle: Edhec Risk (2009)
Nach Meinung der Autoren bietet sich so für Vermögensverwalter die Möglichkeit, eine persönlichere sowie ziel- und bedarfsorientiertere Beratung zu gewährleisten. Unter diesen Gesichtspunkten eine auch für Family Offices und Stiftungsverwaltungen lesenswerte Publikation.