23.10.2009 | Research

Asset Allocation mit Corporate-Bond-Indizes

Ein kürzlich erschienenes Research Paper der University of Southern California beschäftigt sich ausführlich mit der Integration von Corporate-Bond-Indizes in die Asset Allocation. Der Autor analysiert Liquidität und Nutzengewinne für drei Investorentypen (sophisticated, average, lazy) und gibt Hinweise zur dynamischen Allokation über den Konjunkturzyklus.


Quelle: Sangvinatsos (2009)

Corporate-Bond-Indizes und insbesondere High-Yield-Indizes bringen demnach signifikante Nutzengewinne für Investoren, da sie einen Hedge gegen ungewünschte Bewegungen im Portfolio geben, insbesondere das Zinsrisiko und die Liquidität von Aktien betreffend. High Yield Bonds haben besonders positive Eigenschaften, da für High-Grade Bonds eine "Flight-to-Quality"-Prämie ermittelt wird, die der Investor aufbringen muss. Im High-Yield-Segment scheint es keine solche Prämie zu geben.


Quelle: Sangvinatsos (2009)

Interessanterweise steigen für alle Investorentypen die Nutzengewinne an, überwiegend durch die Hedging-Qualitäten von Low-Grade-Bonds. Der Zuwachs ist dabei umso größer, je schlechter das Rating ausfällt (Untersuchung bis Rating B). Auch die Berücksichtigung von Liquiditätsrestriktionen in bestimmten Marktphasen führt zu signifikanten Nutzengewinnen. Als Fazit hält der Autor fest, dass durch Coporate Bonds erhebliche Verbesserungen von Portfolioeigenschaften erreicht werden. Warum trotzdem Investment Grade Bonds (Corporate und Treasury) von Investoren bevorzugt werden, wird als Ziel weiterer Forschung ausgegeben.

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