Anlegerschützer fordern stärkere Kontrolle von Hedgefonds
Nach Angaben des "Tagesspiegel" (Samstagsausgabe) fordert der Präsident des deutschen Anlegerschutzbundes, Klaus Nieding, von der Bundesregierung schärfere Vorschriften für Vertrieb und Zulassung von Hedgefonds in Deutschland. Der Gesetzgeber müsse den Anbietern, die Hedgefonds in Deutschland vertreiben oder auflegen, klarere Vorgaben machen, dass der Anleger umfassend über die Risiken aufgeklärt werden müsse, so Nieding.
Die im Rahmen des Investmentmodernisierungsgesetzes vorgesehenen Warnhinweise seien nicht ausreichend: "Die Gefahr ist groß, dass diese Hinweise zu Vertriebszwecken heruntergeredet werden", sagte Nieding. Hedgefonds seien "kein Produkt für Otto-Normalanleger, sondern etwas für Anleger, die schon Erfahrung haben." Der Hinweis der Bundesregierung, dass die zugelassenen Hedge-Fonds nur als Dachfonds aufgelegt würden und deshalb sicherer seien, sei "Augenwischerei". "Das Risiko eines Totalverlustes wird dadurch nicht minimiert."
Der Bund müsse zudem seiner Verantwortung gerecht werden und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht personell und materiell besser ausstatten. Nieding befürchte, dass der Behörde die Kapazitäten für eine effiziente Kontrolle fehlen.
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