Anleger und Manager haben unterschiedliche Interessen
Zwischen Anlegern und Managern von Hedge-Fonds bestehen offenbar
unterschiedliche Interessen bezüglich der Länge der Lock-Up-Fristen.
Nach einer Studie der Deutschen Bank wollen 77 Prozent der Anleger nur
in Hedge-Fonds investieren, deren Haltefristen kürzer als 12 Monate
sind. Nur bei Fonds mit konstant hoher Wertentwicklung sind die Anleger
auch zu längeren Fristen bereit. Von den institutionellen Anlegern
bevorzugen 60 Prozent Lock-Up-Fristen von unter 12 Monaten.
Nach einem Bericht des Magazins "Der Fonds" würden einige amerikanische
Hedgefonds-Manager gern die Haltefristen für die Anteile ihrer Fonds
verlängern. ?Bisher liegen die Lock-Up-Fristen zwischen 3 und 24
Monaten, um jedoch erfolgreich ihre Strategien umsetzen zu können,
brauchen Hedgefonds-Manager Sicherheit und Liquidität?, sagt Eric
Mindich, Fondsmanager bei Eton Park Capital. Er plädiert für eine
Erweiterung der Haltefrist auf bis zu fünf Jahre. ?Kurze Haltefristen
sind nur etwas für Hedge-Fonds, die eine durchschnittliche Rendite
erzielen. Top-Fonds sollten es sich leisten dürfen, sehr langfristig zu
planen und zu investieren?, ergänzt Hedgefonds-Manager Jared Herman von
Hedgebay und argumentiert: ?Wir wollen die besten Manager bezahlen. Das
können wir nur mit einem langfristigen Überblick über die Gebühren.
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