17.10.2005 | 

Anleger und Manager haben unterschiedliche Interessen

Zwischen Anlegern und Managern von Hedge-Fonds bestehen offenbar

unterschiedliche Interessen bezüglich der Länge der Lock-Up-Fristen.

Nach einer Studie der Deutschen Bank wollen 77 Prozent der Anleger nur

in Hedge-Fonds investieren, deren Haltefristen kürzer als 12 Monate

sind. Nur bei Fonds mit konstant hoher Wertentwicklung sind die Anleger

auch zu längeren Fristen bereit. Von den institutionellen Anlegern

bevorzugen 60 Prozent Lock-Up-Fristen von unter 12 Monaten.

Nach einem Bericht des Magazins "Der Fonds" würden einige amerikanische

Hedgefonds-Manager gern die Haltefristen für die Anteile ihrer Fonds

verlängern. ?Bisher liegen die Lock-Up-Fristen zwischen 3 und 24

Monaten, um jedoch erfolgreich ihre Strategien umsetzen zu können,

brauchen Hedgefonds-Manager Sicherheit und Liquidität?, sagt Eric

Mindich, Fondsmanager bei Eton Park Capital. Er plädiert für eine

Erweiterung der Haltefrist auf bis zu fünf Jahre. ?Kurze Haltefristen

sind nur etwas für Hedge-Fonds, die eine durchschnittliche Rendite

erzielen. Top-Fonds sollten es sich leisten dürfen, sehr langfristig zu

planen und zu investieren?, ergänzt Hedgefonds-Manager Jared Herman von

Hedgebay und argumentiert: ?Wir wollen die besten Manager bezahlen. Das

können wir nur mit einem langfristigen Überblick über die Gebühren.

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