Anbieter weiterhin mit Nachholbedarf bezüglich AIFMD
Kurz vor der Deadline für die AIFMD-Zulassung am 22. Juli fühlten sich mehr als 33 Prozent der alternativen Asset Manager nur begrenzt vorbereitet. Dies geht aus einer im Juni durchgeführten Umfrage unter 56 Asset Managern aus Europa, Asien-Pazifik und den USA von Alceda und Kepler Partners hervor, die Chancen und Risiken der Direktive näher beleuchtet. Lediglich 32 Prozent der Fondmanager sind bereits AIFMD-konform und weitere 25 Prozent zielen auf einen Zulassungsantrag ab oder greifen auf Serviceprovider zurück. Trotzdem gehen mehr als 75 Prozent der Manager davon aus, dass AIFMD keinen weiteren Einfluss auf die Attraktivität und Anlagestrategien ihrer Alternative-UCITS-Produkte hat. 17 Prozent der Befragten erwarten, weiterhin am UCITS-Format festzuhalten.
Quelle: Alceda Fund Management, Kepler Partners
Wesentliche Chancen durch die AIFM-Richtlinie sehen die Befragten in den Möglichkeiten weiteres Vertrauen bei Investoren aufzubauen und dem EU-weiten Vertrieb. Dagegen ist das Spektrum der Risiken wesentlich größer. Die Umfrageteilnehmer sehen in den Depotbankkosten, den Zugangsmöglichkeiten zum Markt, hier konkret im Ende der Privatplatzierungen in aktueller Form, sowie den Vergütungsregeln große Schwierigkeiten. Die Umfrage zeigt auch, dass das der Einfluss der neuen Regulierungen vor allem den alternativen Managern außerhalb Europas wenig bis gar nicht bekannt ist. Europäische Manager dagegen haben sich weitgehend auf das neue Regelwerk eingestellt.
Quelle: Alceda Fund Management, Kepler Partners