Analyse von Leerverkaufsrestriktionen
Im Zuge der Finanzkrise wurden in mehreren Ländern, darunter auch Deutschland, Verbote für Leerverkaufstransaktionen oder Meldepflichten für Short-Positionen eingeführt. Anfang 2010 veröffentlichte die Beratungsgesellschaft Oliver Wyman eine Studie, in der auf sinkende Markteffizienz und steigende Volatilität durch diese Restriktionen hingewiesen wurde (vgl. Absolut|report News: "Analyse von Short-Selling-Verboten"). Anfang Februar 2011 erschien aufgrund der mittlerweile konkret diskutierten Gesetzesänderungen für Leerverkäufe und Credit Default Swaps eine aktualisierte Fassung dieser Studie.
Die Autoren kritisieren, dass sich in Folge von Leerverkaufsrestriktionen die Geld-Brief-Spannen erweitern und die Liquidität dementsprechend sinkt. Außerdem führe die Veröffentlichung von Positionen zu unerwünschten Nachahmern, was insbesondere bei Fondsstrategien und in weniger stabilen Märkten problematisch sei.
Quelle: Oliver Wyman
Als Lösung wird ein nicht öffentliches Reporting der Positionen oder ein Reporting auf aggregierter Basis empfohlen.