Altersvorsorge bleibt Wachstumssegment der deutschen Asset-Management-Industrie
Das Beratungsunternehmen Kommalpha hat in einer aktuellen Studie die Bedeutung der Altersvorsorge für die deutsche Investmentbranche untersucht. Hierzu wurden rund 150 Asset Manager und 40 institutionelle Investoren befragt. 92 % der Befragten schreiben der Altersvorsorge eine hohe bis sehr hohe Bedeutung für die Entwicklung der Investmentbranche zu. Interessanterweise ist dies deutlich mehr, als dem Thema an Relevanz für das eigene Unternehmen beigemessen wird; hier sind es nur 71 %. Angesichts des demographischen Wandels in Deutschland ergibt sich für die Branche die Notwendigkeit, dieses Thema noch stärker als bisher auf die Agenda zu setzen. Auffällig ist, dass mit 82 % unverändert eine deutliche Mehrheit der Befragten den Versicherern eine bessere Positionierung im Segment attestiert als den Asset-Managern.
Quelle: Kommalpha
Wichtigstes Produkt der Altersvorsorge ist wie schon in den Vorjahren die betriebliche Altersvorsorge (bAV), die von mehr als der Hälfte der befragten Unternehmen angeboten wird. Dahinter folgen Pensionsfonds mit 41 %. Für Investoren hat die Sicherheit ihrer Kapitalanlage besonderes Gewicht; so antworteten 89 %, dass ihnen eine Kapitalgarantie bei einer bAV wichtig oder sehr wichtig ist. Dennoch ist dieser Stellenwert im Vergleich zu den Vorjahren gesunken.
Quelle: Kommalpha
Angesichts von Finanz- und Staatsschuldenkrise und den darauf folgenden scharfen Regulierungen der Branche ist es nicht verwunderlich, dass Vertrauensverluste der Anleger bezüglich der bAV-Produkte zu verzeichnen waren, wobei dies auch professionelle Anleger mit einschließt. Längerfristig stellen steigende Lebenserwartungen die Versicherer vor große Herausforderungen, die kapitalgedeckte Altersvorsorge unter Einbezug von Asset Managern gewinnt somit an Bedeutung.