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27.10.2026 | Studie

Alterssicherungssysteme im internationalen Vergleich

Der Marsh CFA Institute Global Pension Index 2026 zeigt ein breites Spektrum bei der Qualität nationaler Alterssicherungssysteme: Sechs der 55 untersuchten Systeme erreichen die Bestnote A. An der Spitze stehen die Niederlande mit 85,8 Punkten, vor Dänemark mit 84,1 und Island mit 84,0 Punkten. Ebenfalls eine A-Bewertung erhalten Singapur, Israel und Australien. Im Mittelfeld finden sich unter anderem Deutschland mit 67,9 Punkten und Großbritannien mit 71,6 Punkten, jeweils mit der Gesamtnote B.

Quelle: Marsh, CFA Institute, Monash University

Die Studie verbindet die Alterung der Bevölkerung mit veränderten Anforderungen an die Kapitalanlage von Pensionsfonds. Steigende Leistungsabflüsse und ein wachsender Anteil von Rentnern erhöhen die Relevanz von Liquiditäts-, Langlebigkeits- und Sequenzrisiken. Als Folge erwartet der Bericht eine schrittweise defensivere Ausrichtung der Anlagen und eine geringere Gewichtung wachstumsorientierter Assets. Ergänzend rücken Risikotransfers bei DB-Verpflichtungen, Produkte mit Langlebigkeitsschutz und Lebenszyklusstrategien für DC-Konten in den Fokus.

Quelle: Marsh, CFA Institute, Monash University

Die Bewertung bündelt mehr als 50 Indikatoren in drei Teilindizes: Angemessenheit fließt mit 40 %, Nachhaltigkeit mit 35 % und Integrität mit 25 % in den Gesamtscore ein. Die Gewichtung verbindet Leistungsniveau und staatliche Unterstützung mit langfristiger Finanzierbarkeit sowie Regulierung, Governance und Mitgliederschutz. Die Systeme unterscheiden sich zugleich in kulturellen, ökonomischen und politischen Kontexten. 
Gegenüber 2025 stieg der durchschnittliche Gesamtwert der 52 vergleichbaren Systeme um 1,1 Punkte. Die Studie deckt Systeme ab, die zusammen mehr als 66 % der Weltbevölkerung repräsentieren.


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