Alternatives ersetzen traditionelle Asset-Klassen
Staatliche Investoren setzen verstärkt auf alternative Asset-Klassen, stellt eine erstmals durchgeführte Studie von Invesco fest. Bei der Betrachtung der Portfolioallokationen staatlicher Investoren ist ein Trend weg von traditionellen Asset-Klassen und hin zu Private Equity, Immobilien, Infrastruktur, Hedgefonds und Rohstoffen erkennbar. Demnach erhöhten 69 % der in der Studie befragten Staatsinvestoren in den letzten 12 Monaten ihr Engagement in internationalen Immobilien und 61 % ihre Quote für Private-Equity-Investitionen relativ zum Gesamtportfolio. Auch Hedgefonds und Infrastrukturinvestitionen legten mit 40 % bzw. 33 % zu. Dieser Trend sei der Unattraktivität traditioneller Asset-Klassen, insbesondere des unbefriedigenden Rendite-Risiko-Profils bei Aktien aufgrund der hohen Volatilität geschuldet. Im Bereich Anleihen ist unverändert das Niedrigzinsumfeld die große Herausforderung.
Quelle: Invesco (2013)
Unterschiede bei der Allokation alternativer Asset-Klassen gibt es auch in der regionalen Betrachtung. Während westliche Staatsinvestoren tendenziell rund ein Fünftel ihres Portfolios in alternativen Asset-Klassen allokiert haben, weisen Investoren im Mittleren Osten, Asien und in den Schwellenländern deutlich niedrigere Quoten auf. Allerdings verzeichneten diese Regionen in den letzten 12 Monaten die größten Wachstumsraten hinsichtlich der alternativen Allokationen.
Quelle: Invesco (2013)
An der Studie haben 38 öffentliche Investoren teilgenommen, davon elf aus westlichen Industrienationen und zehn aus Asien sowie acht aus dem Mittleren Osten. Darunter sind insgesamt elf Anleger mit einem Anlagevolumen von mehr als 100 Mrd. und weitere neun mit mindestens 25 Mrd. US-Dollar.