Alternative Strukturen im Private-Equity-Markt
In einem Researchpaper der Harvard Business School untersuchen Josh Lerner, Jason Mao, Antoinette Schoar und Nan Zhang den Markt alternativer Private-Equity-Strukturen und vergleichen die Performance alternativer Strukturen mit den Hauptfonds desselben Anbieters. Grundlage ist die Überlegung, dass besonders erfolgreiche General Partners über alternative Produkte zusätzliche Limited Partners als Kunden gewinnen, zusätzliche Deals erschließen oder abweichende Gebührenstrukturen vereinbaren können, ohne dass dies die Eigenschaften ihrer Hauptfonds verändert. Bei Private-Equity-Produkten werden drei Typen unterschieden: Hauptfonds, diskretionäre Vehikel, bei denen die Limited Partner über Mitspracherechte verfügen, und zusätzliche Fonds, die ausschließlich vom General Partner verwaltet werden. Das Sample basiert auf den Private-Equity-Anlagen von 112 Asset Ownern für den Zeitraum 1980 bis 2017. Seit 1980 ist der Anteil der klassischen Strukturen von 91 auf 64 % zurückgegangen. Insbesondere im Buyout-Bereich werden alternative Strukturen angeboten. Im Mittel lag die Performance der alternativen Fonds in einer ähnlichen Größenordnung wie der Durchschnitt aller Private-Equity-Fonds. 
Quelle: Lerner, Mao, Schoar, Zhang, 2018
Vor allem in der Vergangenheit erfolgreiche General Partners konnten über alternative Vehikel zusätzliche Mittel einwerben. Im Durchschnitt konnten die Produkte erfolgreicher Anbieter die durchschnittlichen Ergebnisse aller Private-Equity-Fonds outperformen, wobei sie allerdings im Vergleich zu den Hauptfonds der Top-Anbieter zurückblieben. Dies betrifft insbesondere die Alternativprodukte, die ausschließlich von den General Partners verwaltet werden. 
Quelle: Lerner, Mao, Schoar, Zhang, 2018
Limited Partner mit besonders guter Performance in der Vergangenheit investierten zumeist wieder in Produkte, die eine Outperformance erzielen konnten. Insgesamt schließen die Autoren, dass Verhandlungen zwischen General und Limited Partnern basierend auf den Alternativopportunitäten der Beteiligten zu einer Staffelung der Performances führen.
Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds mit Fokus auf Listed Private Equity jeden Monat in der Publikation Absolut|ranking Listed Infrastructure & Private Equity. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 16.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 31 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 140 Universen.