08.01.2013 | Research

Aktives Fondsmanagement in Rezessionen

Aktiv gemanagte Investmentfonds liefern in Rezessionen keine signifikante Outperformance gegenüber passiven Managementkonzepten. Zu diesem Ergebnis kommen Shaun A. Pfeiffer von der Edinboro University und Harold R. Evensky von der Texas Tech University in einem Arbeitspapier, das in der Herbstausgabe des Journal of Investing veröffentlicht wurde. Dazu haben die Autoren die monatlichen Renditen von Aktienfonds zwischen 1990 und 2010 analysiert. Der höheren Gebührenstruktur aktiv gemanagter Fonds steht demnach kein signifikanter Performancevorteil gegenüber. Im Durchschnitt gilt dies sowohl in der Betrachtung einzelner Konjunkturzyklen als auch über die gesamte Analyseperiode.


Quelle: Pfeiffer, Evensky (2012)

Ebenfalls finden die Autoren wenig Hinweise für Performance-Persistenz. Rund 20 % der "Gewinner" des vorigen Konjunkturzyklus liegen auch im darauffolgenden unter den besten Fonds. Genauso landen weniger als 20 % der "Verlierer" im nächsten Zyklus wieder am Ende der Rangliste. Die Analyse der Autoren beschränkt sich allerdings auf die Retail-Anteilsklassen der Fonds und schließt institutionelle Anteile explizit von der Untersuchung aus. Die typischerweise niedrigere Gebührenstruktur der institutionellen Anteilsklasse könnte zu vorteilhafteren Ergebnissen führen.

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