AIMA kritisiert Klassifikation von Hedgefonds als Schattenbanken
Seit der Veröffentlichung des offiziellen Untersuchungsberichtes der US-Regierung zur Finanzkrise Anfang 2011, ist das "Schattenbanken-System" Thema kontroverser Diskussionen (siehe auch Absolut|report-News "U.S.-Untersuchungsbericht zur Finanzkrise veröffentlicht"). Als Schattenbanken werden pauschal insbesondere Geldmarktfonds, Verbriefungs-Zweckgesellschaften (Special Purpose Vehicle) und auch Hedgefonds bezeichnet. Kritisiert wird vor allem, dass Banken über Schattenbanken bestimmte Risiken und Geschäftsmodelle auslagern, um diese der Regulierung zu entziehen.
Die Alternative Investment Management Association hat das Einbeziehen von Hedgefonds in diese Definition und damit in die Diskussion um eine ausgeweitete Aufsicht in einer Anfang März veröffentlichten Studie scharf kritisiert. Hedgefonds würden keine ausgelagerten Bankfunktionen übernehmen, sondern zur Asset-Management-Sparte gehören. Es würden weder Einlagen ähnlich Bankeinlagen in diese Fonds getätigt, noch Fristentransformationen vorgenommen oder der Kapitalerhalt garantiert.
Quelle: AIMA
Auch das Volumen der Branche und die Höhe des verwendeten Leverage, beides im Vergleich zu Banken sehr gering, sprechen gegen eine Systemrelevanz von Hedgefonds. In den USA und Europa gibt es zudem seit der Finanzkrise eine Reihe von neuen aufsichtsrechtlichen Verpflichtungen für Hedgefonds, wie die Registrierungspflicht bei der SEC und die AIFMD.