20.06.2019 | Studie

Wachstum bei nachhaltigen Geldanlagen

Knapp 2,9 Billionen Euro wurden Ende 2018 unter Nutzung von nachhaltigen Anlagestrategien verwaltet, zeigt der diesjährige Marktbericht des Forums Nachhaltige Geldanlagen (FNG) für die DACH-Region. Dieser Wert beziffert diejenigen Vermögen, für die auf institutioneller Ebene nachhaltige Anlagekriterien definiert wurden. Dieses "verantwortlich investierte" Vermögen wuchs gegenüber dem Vorjahr um rund 6 %. Besonders groß war der Anstieg in der Schweiz, wo sich das Volumen verdoppelte.


Quelle: FNG

Einen neuen Höchststand erreichten die nachhaltigen Geldanlagen, für die auf Produkt- oder Portfolioebene entsprechende Kriterien festgeschrieben sind. Ihr Volumen betrug 474 Mrd. Euro. Der größte Anteil entfiel hier auf nachhaltige Publikumsfonds und Spezialfonds-Mandate, deren Anlagevolumen 2018 um 63 % gewachsen ist, was deutlich über dem Durchschnitt der Vorjahre von 29 % liegt.
Hinsichtlich der umgesetzten Nachhaltigkeitsstrategien dominieren Ausschlusskriterien, die auf rund 80 % der Investmentfonds und Mandate angewendet werden. Die fünf am häufigsten verwendeten Ausschlüsse sind Arbeitsrechtsverletzungen, Korruption, Menschenrechtsverletzungen, Umweltzerstörung und Kohle.


Quelle: FNG

Das für die Teilnehmer der Markterhebung wichtigste Thema ist die Frage, wie Ursachen und Folgen des Klimawandels an den Finanzmärkten besser berücksichtigt werden können. 73 % der Studienteilnehmer setzen dabei auf grüne Investitionen, wie bspw. Green Bonds. Über 62 % der Anleger schließen Kohleunternehmen aus ihrem Portfolio aus. Knapp 60 Prozent geben an, den CO2-Fußabdruck ihrer Portfolios zu messen.


Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds und ETFs mit Fokus auf Nachhaltigkeit jeden Monat in der Publikation Absolut|rankingSustainability. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 16.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 34 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 160 Universen.

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