Wachsende Renminbi-Nutzung in institutionellen Portfolios
Die chinesische Währung Renminbi (RMB) gewinnt für institutionelle Anleger außerhalb Chinas an praktischer Relevanz: Sie wird zunehmend als Baustein für Diversifikation, Investmentprozesse und operative Funktionen eingesetzt, zeigt eine Studie von HSBC. Als Treiber der Entwicklung werden anhaltende Marktvolatilität, die wachsende Rolle des chinesischen Festlands im Welthandel und in der Finanzierung sowie der schrittweise Ausbau der Rahmenbedingungen für die grenzüberschreitende Nutzung des RMB genannt. Dazu zählen Marktinfrastruktur, Abwicklungswege, Offshore-Liquidität und die Beteiligung institutioneller Anleger. Befragt wurden mehr als 120 institutionelle Marktteilnehmer aus der Region Asien-Pazifik.
Als wesentlichen Grund für die Allokation von RMB-Assets nennen 66% der Befragten Diversifikationsvorteile. Dahinter folgen die Rolle des chinesischen Festlands im globalen Handel und bei Investitionen sowie Renditechancen. Der Einsatz reicht dabei über die Anlage in RMB-denominierten Vermögenswerten hinaus. Die befragten Institutionen verwenden die Währung auch für die Abwicklung grenzüberschreitender Handels-, Finanz- und Investmenttransaktionen, für Währungsabsicherung, Cash Management, Finanzierung und als Wertspeicher.
Quelle: HSBC
Um die Nutzung des RMB über Investments hinaus zu skalieren, setzen 63% der Befragten auf den Offshore-CNH-Markt und 54% auf Connect-Programme wie Bond Connect und Stock Connect. Direkte Onshore-Zugänge werden selektiver eingesetzt. Da 87% bereits Zugang zu RMB-Märkten haben, stehen operative Skalierbarkeit, Markt- und Regulierungswissen, Produktvielfalt und eine effiziente Infrastruktur im Mittelpunkt.
Quelle: HSBC
Auf Sicht der nächsten ein bis zwei Jahre erwarten 75% der Befragten eine steigende RMB-Nutzung für Investments und 71% für Absicherungsgeschäfte. Sowohl bei Aktien als auch bei Anleihen liegen die momentanen Anteile in den Portfolios bei durchschnittlich knapp 5%. Überwiegend wird über die nächsten beiden Jahre mit einem Anstieg zwischen 1 und 5% gerechnet. Die größten Chancen sehen die Befragten bei chinesischen Staatsanleihen und A-Shares.
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