Real Assets in einem veränderten Marktumfeld
Knappheiten bei Wohnraum, Energie, Infrastruktur, kritischen Rohstoffen und digitalen Kapazitäten werden das globale Wachstum zunehmend prägen. Real Assets ermöglichen in diesem Umfeld Zugang zu essenziellen wirtschaftlichen Ressourcen und können Wachstumspotenziale, Inflationsschutz, laufende Erträge und Diversifikation verbinden, zeigt eine Analyse von PGIM. Ein verändertes Makroumfeld mit Handelskonflikten, häufigeren wirtschaftlichen Schocks, Industriepolitik und dem technologischen Wettbewerb verschärft die begrenzte Verfügbarkeit von Real Assets. Bis 2050 dürfte der größte Investitionsbedarf bei Straßen, Schienen und Stromnetzen liegen. Der Bau neuer Rechenzentren dürfte auf hohem Niveau verharren, wobei vom Neubau wiederkehrende Upgrades zu unterscheiden sind.

Quellen: PGIM, PwC
Immobilien befinden sich in einer frühen Zyklusphase, nachdem sich die Bewertungen von ihrem niedrigsten Stand seit mehr als einem Jahrzehnt erholt haben. Bei strukturell höheren Zinsen und Inflationsraten In einem Umfeld strukturell höherer Zinsen und Inflationsraten dürften laufende Erträge und Mietwachstum zu den maßgeblichen Renditetreibern zählen. Mieten schwanken zwar kurzfristig, entwickelten sich langfristig jedoch mindestens im Einklang mit der Inflation. Regionale Angebotsengpässe eröffnen spezifische Chancen, etwa bei Industrieimmobilien.
Rund 60 % des geschätzten Rechenzentrumsinvestments entfallen auf Real Assets. Gefragt sind kapitalintensive Anlagen mit einem geringeren technologischen Veralterungsrisiko; die gesellschaftliche und politische Debatte um KI ist ein weiterer Faktor, der bei der Umsetzung berücksichtigt werden sollte. Rohstoffe sind abhängig von geopolitischen Entwicklungen, Wetterereignissen und Angebotsknappheit. Sie können bei hoher Inflation einen relativ liquiden, kurzfristigen Inflationsschutz liefern, wobei ein aktives Management über den Konjunkturzyklus notwendig ist. Auch über Private Debt erhalten Anleger Zugang zu Real Assets. Der Ansatz kann laufende Erträge, Kreditdiversifikation und relative Wertchancen verbinden, wobei Kapitalstruktur und Liquidität die Risikoprofile prägen.
Bei der Erweiterung eines 60/40 Portfolios um eine Beimischung von US-Core-Immobilien, globaler Infrastruktur und Rohstoffen zu einer 50/30/20-Struktur steigt die erwartete Rendite um 30 Basispunkte auf 6,8% p.a. Gleichzeitig nimmt die Volatilität des Portfolios ab. Die Gewichtungen lassen sich je nach Zielsetzung, etwa kurzfristigem Inflationsschutz oder langfristigem Wachstum, anpassen.
Quelle: PGIM
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