28.02.2013 | Research

Marktpreisbasierte Performance offener Immobilienfonds

Vor dem Hintergrund der Liquiditätsprobleme offener Immobilienfonds untersucht eine Studie der Universität Duisburg-Essen die Performance des deutschen Sektors. Neben der üblichen Betrachtung der vom Fonds veröffentlichten NAVs, stützt sich die Analyse von Prof. Dr. Michael Stein zusätzlich auf die am Sekundärmarkt beobachtete Preisentwicklung für Fondsanteile, wenn der Fonds die Rücknahme von Anteilen ausgesetzt hat. Auf diese Weise ermittelt die Studie die tatsächlich zu realisierende und daher relevante Performance auf täglicher Basis. So belegt die Forschungsarbeit einen drastischen Wandel der Rendite-Risiko-Profile offener Immobilienfonds ab Oktober 2008.


Quelle: Stein (2013)

Neben durchschnittlich niedrigeren Renditen ist außerdem die Volatilität stark angestiegen: Ausmaß und Häufigkeit der Preisrückgänge haben zugenommen, mit Ausnahme von Fonds der Sparkassen und Genossenschaftsbanken.

Die Struktur des Sektors hat sich mit Ausbruch der Finanzkrise im Oktober 2008 schlagartig verändert. Die Safe-Haven-Eigenschaften gelten nicht mehr uneingeschränkt und Wertverluste sind zu beobachten. In den Marktpreisen sind bereits Abschläge eingepreist, es obliegt daher dem Fondsmanagement die Frist der Rücknahmeaussetzung zu nutzen bzw. Immobilien zu attraktiven Preisen veräußern. Trotz tiefgreifender Veränderungen innerhalb der Asset-Klasse bleiben offene Immobilienfonds mit rund 80 Mrd. Euro Assets under Management ein wichtiger Teil der Investment-Landschaft.

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