04.08.2003 | 

Union Investments sieht keine Transparenzprobleme bei Dach-Hedgefonds

Nach Informationen der Nachrichtenagentur VWD sieht die Kapitalanlagegesellschaft Union Investment die im neuen Investmentmodernisierungsgesetz vorgesehenen Anforderungen an die Transparenz von Dach- und Ziel-Hedgefonds nicht als gravierende Hürde für ausländische Hedgefondsmanager. Nach Aussagen von Andreas Engel, Geschäftsführer von Union Alternative Assets seien viele erstklassige Hedgefondsmanager seit längerem bereit, die gewünschte Transparenz zu gewähren. Die Fondsmanager verfolgten keinesfalls nur undurchsichtige und geheimnisvolle Anlagestrategien, sondern zeichneten sich durch einen sehr systematisch verfolgten Ansatz aus.

"Um eine angemessene Beurteilung von Risiko und Rendite einer jeden einzelnen Strategie durchführen zu können, ist Transparenz zwingend notwendig", erklärte er weiterhin. Managed Accounts seien dafür eine effiziente Möglichkeit, eine hohe Transparenz in einem Dach-Hedgefonds zu erzielen. Das Vermögen werde bei Managed Accounts nicht dem Manager des Zielfonds direkt übertragen, sondern verbleibe im Depot des Dachfonds, über das ausschließlich der Dachfonds-Manager die Verfügungsgewalt besitze. Der Manager des Ziel-Hedgefonds erhalte lediglich eine Vollmacht, um seine Strategie umzusetzen. Der Dachfonds-Manager könne somit jede Aktion des Single-Hedgefonds beobachten und kontrollieren.

Die genossenschaftliche Fondsgesellschaft Unico verwaltet in Luxemburg nach eigenen Angaben aktuell über Managed Accounts 150 Mio EUR in Dachhedgefonds, in die überwiegend institutionelle Gelder investiert sind. Dabei seien aktuell 11 Mio. Euro in dem für Privatkunden aufgelegten Unico AI Multi-Hedge Strategy investiert, der keine Vertriebszulassung für Deutschland habe, sondern nur über Privatplatzierungen verkauft werden darf.

Zudem investiere Unico üblicherweise in die Strategien Relative Value, Equity Hedge, Futures, opportunistische Strategien und Geldmarktstrategien. Bei der Anlagestrategie wird Unico von der Partners Group, Zug, beraten, heißt es bei Unico weiter.

 

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